Sasel hat erst seit ca. 126 Jahren eine Feuerwehr.
1884 soll es in Sasel nur eine einzige Dorfschänke gegeben haben. Hier haben sich wohl die Gemüter erhitzt. Wieder war eines der strohgedeckten Häuser abgebrannt, oder wie man damals sagte:" Der rote Hahn war aufs Dach gestiegen." Ob seinerzeit die Forderung hieß: "We brukt een Füürwehr" das weiß ich nicht. Man sagt jedoch, als der Wirt die, wohl leere, Kornflasche ins "Schapp" stellte und die Petroleumlampe ausblies, hatte Sasel eine Feuerwehr.
Eine Freiwillige Feuerwehr, wie wir sie heute kennen, war das dann allerdings noch nicht. An eine Berufsfeuerwehr dachte damals noch niemand. Der Gemeindevorsteher musste Männer bestimmen, die dann gesetzlich verpflichtet wurden, sich zur Ausbildung und Brandbekämpfung einzufinden. Es gab damals allerdings zur Brandbekämpfung nur Holz- und Ledereimer, Reißhaken, Leiten und die Feuerpatsche (die wir auch heute noch, sicherlich etwas verändert mitführen). Brandbekämpfung war also etwas für "ganze Kerle". Der erste Feuerwehrhauptmann, dessen Name überliefert ist, war der Saseler Zieglermeister Sievers. Er schaffte 1892 die erste Feuerspritze an. Es war wohl ein Ungetüm auf zwei Rädern mit zwei Kübeln die nur 250 Liter Wasser fassten. Im Jahre 1902 wurde eine von Pferden gezogene vierrädrige Spritze und der erste Schlauchwagen angeschafft. Konrad Reuter stiftete den ersten Mannschaftswagen. Ihm zu Ehren wurde die Konrad Reuter Straße benannt. 1934 kam eine Motorspritze dazu. 1937 ist der erste Hydrant an das Hamburger Wassernetz angeschlossen. Wärend des 2. Weltkrieges wurden die Saseler Feuerwehrmänner in der Hamburger Innenstadt eingesetzt. Nach dem Kriege konnte die Saseler Wehr ihre Aufgabe in der Heimatgemeinde wieder übernehmen und wurde die Freiwillige Feuerwehr Sasel
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