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1976-1980 |
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Was hat das Dach der Kathedrale von Coventry (England) mit der Feuerwache Sasel zu tun und wer war Charley?
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 | Die Kathedale von Coventry benötigte ein neues Dach. Die dafür benötigten umgerechnet 500 000 DM sollten mittels einer Wette zusammenkommen. Dafür wollte "Charley" Holtum, ein ehemaliger Feuerwehrmann aus Coventry, zu Fuß durch Norddeutschland marschieren und dabei das Geld sammeln. Die Feuerwache Sasel diente ihm und seiner Begleitung vom 26. - 28. Juni als Quartier in Hamburg. Es heißt: "Charley" war ein Unikum, es wurde viel über Ihn gelacht. |
| | | Charley´s Dank an die Wache |
7859 Einsätze wurden in diesem Jahre von den Kollegen abgearbeitet.
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Rettungsdiensteinsätze 6824 Hilfeleistungen aller Art 675 Feuer 360 |
| Was tat sich sonst an unserer Feuerwache? |
| Der Wache wurden 3 neue Einsatzfahrzeuge zugeordnet. |
| Das neue Kleinlöschfahrzeug(KLF), ein Mecedes 306 D. Dieses Fahrzeug wurde für kleinere Hilfeleistungen eingesetzt. Bemerkenswert war seinerzeit das festeingebaute Stromaggregat. |  | Dieses Tanklöschfahrzeug (TLF 16) hatte erstmals einen Wasserwerfer auf dem Dach. Ebenfalls neu bei der Hamburger Feuerwehr waren die Rolläden vor den Geräteräumen. |  | Das Löschfahrzeug (LF 16) Frontlenker |
Der Wermuthstropfen ließ nicht lange auf sich warten. Am 13. Februar kam es auf einer Einsatzfahrt zu einem Unfall . Der Rüstwagen fuhr auf das Tanklöschfahrzeug auf und beschädigte den hinteren Rolladen. Der Vorbaukompressor des Rüstwagens wurde dabei ebenfalls beschädigt. |
Die Einsatzzahlen stiegen in diesem Jahre weiter an, was auch auf die Tatsache zurückzuführen war, dass der RTW in Bramfeld erstmalig das ganze Jahr im Einsatz war. Im Übrigen stieg die Einwohnerzahl im Alstertal und den Walddörfern auf rund 62 000. Viele Betriebe siedelten sich hier an und viele Altenheime wurden neu eröffnet und bereits vorhandene erweitert. Hierdurch erhöhten sich wiederrum die Einsatzzahlen. Dadurch kam es zu einer erheblichen Mehrbelastung der Kollegen und zu der begründeten Forderung einer personellen Aufstockung der Feuerwache Sasel. Der Löschzug rückte seinerzeit 6 - 8 Kollegen aus. Da an der Wache eine gewisse Überalterung bestand, machte sich ein recht hoher Krankenstand bemerkbar. |
| Ein Bussard war am 19. Februar mit einem Fang in ein Fangeisen geraten |
"Als der Vogel aus der Falle befreit war, saß er ganz friedlich an der Wache", so schilderten die Kollegen die Situation, nachdem sie den Bussard, der auf einem Acker an der Lehmsahler Hauptstraße in eine Falle geraten war gerettet hatten. Ein Säureheber ( er war sicherlich neu und noch nicht mit Säure in Berührung gekommen), mit dem normalerweise die Säuredichte einer Kfz- Batterie geprüft wird, diente als Hilfsmittel um dem Tier Wasser zu geben. |
| Gras, Heide, Buschwerk und Torfboden... |
| ...ist eine Mischung die bei der Brandbekämpfung sehr kräftezehrend und personalaufwendig ist. Am 21.April waren rund 200 Männer der Züge 24, 16, 21 sowie 6 freiwilligen Feuerwehren im Wittmoor / Kakenhaner Weg im Einsatz um das Feuer auf 1 qkm zu löschen. |
 | Es waren 18 C-Rohre u 3 Wasserwerfer eingesetzt |  | | Auch heute noch bei Grasbränden einwirkungsvolles Löschgerät: die Feuerpatsche. |
| Schon am nächsten Tag ein weiterer Großbrand. |
| Am 22.April brannte im Grützmühlenweg 2 ein Bauernhaus in ganzer Ausdehnung. |
 | Eingesetzt zur Brandbekämpfung waren Zug 24, Zug 16 und Zug 23. |  | | Es wurden 5 B-, 5 C und 2 Wasserwerfer vorgenommen. Trotz aller Bemühungen starben bei dem Feuer 6 Reitpferde. |
Am 29. Juni brannte an der Poppenbütteler Chaussee ein Holzlager. |
| Bei strahlendem Sonnenschein und, wie der Chronist schreibt, sengender Hitze waren eingesetzt. Zug 24 (Sasel), Zug 16 (Alsterdorf) sowie 4 freiwillige Feuerwehren. | | Es brannte ein Holzlager mit 800 cbm Kanthölzern. |  |  | Die eingesetzten Löschgeräte: 1 B-, 4 C-Rohre und ein Wasserwerfer. |
Neben der schon erwähnten Rettung eines Bussards gab es in diesem Jahre noch einige ungewöhnliche Tierrettungen.
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Am 13. April war ein Langhaardackel im Sarenweg in einen Fuchsbau geschlüpft und kam nicht wieder heraus. Der besorgte Hundebesitzer rief die Feuerwehr. Die Kollegen von der Feuerwache Sasel gruben den Fuchsbau auf und retteten den Dackel. Dieser war offensichtlich über seine Rettung gar nicht froh. Nach seiner Rettung wollte der Hund wieder in den Fuchsbau kriechen. Ein Zeichner der örtlichen Presse würdigte diesen Einsatz mit obiger Zeichnung. Ansonsten gab es noch einen Dackel im Gestüpp und einen Affen im Baum. Dieser Affe bereitete den Kollegen damals große Schwierigkeiten. Er ließ sich einfach nicht einfangen ( Es war ja auch ein ungleicher "Kampf" ---- ein Mensch gegen einen Affen und das auch noch auf einem Baum). Erst dem Besitzer gelang es schließlich das Tier selber einzufangen. |
| | Die ganz "Affenbande" brüllt:".................................. |
| Ein bemerkenswertes Foto gibt es noch aus diesem Jahre. |
| Am 3.August brannte es in den Küchenräumen der Gaststätte von Hein ten Hoff.
Ansonsten ist zu diesem Foto wohl kein Kommentar nötig. |
Aus diesem Jahre sind leider kaum Einsatzberichte und Fotos überliefert. Das bedeutet natürlich nicht, dass keine Unglücksfälle stattgefunden haben.
Es wurden insgesamt 8454 Einsätze gefahren. Die sich folgendermassen aufteilen: |
Rettungsdiensteinsätze 7385 Hilfeleistungen aller Art 688 Feuer 381 |
| Der Einsatzleitwagen der Feuerwache Sasel | Aus den obengenannten Gründen werde ich einen Zeitungsartikel aus dem Hamburger Abendblatt über das Leben an der Feuerwache Sasel zitieren.
Auch wenn heutzutage vieles anders ist (die Kollegen tragen im Rettungsdienst keine blauen Uniformen mehr, das Krankenhaus Amalie Sieveking ist längst Notfallkrankenhaus) so gibt es im Leben eines Feuerwehrmannes immer wieder Situationen die sich nie ändern werden. |
Die Diensteinteilung zum Dienstbeginn. In ähnlicher Form auch heute noch üblich |
Auch dieses Ritual wird heute noch zelebriert. |
Hermann Kleinworth steht in der "Schneiderei" und näht Uniformknöpfe an. Rolf Balandis meint grinsend zu seinem Kollegen:" Hermann, du machst das so gut, näh doch meinen gleich mit an!" |
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Der Scherz ist urplötzlich vergessen, als über der Tür eine Lampe mit der Aufschrift "B" aufleuchtet. Ein helles und ein tiefes Signal ertönen. Nadel und Faden werden fallen gelassen, die dunkelblaue Uniformjacke wird noch im Laufen übergezogen. Die Männer stürmen die Treppen hinunter in die Fahrzeughalle. Währenddessen kommt über den Lautsprecher die Stimme des Telegrafisten:" Notfall für den Rettungswagen Berta 24, Volksdorf, Waldherrenallee."
Hermann KLeinworth, an diesem Tag Beifahrer holt sich auf dem Weg zum Wagen beim Telegrafisten Jürgen Kruse eine Karte ab, auf der der kürzeste Weg zu Einsatzort verzeichnet ist. Vor dem Einsteigen zieht er an der von der Decke herabhängenden Kette: die Hallentore öffnen sich. Fahrer Rolf Balandis schaltet das Blaulicht ein, die erste Alarmfahrt seiner Schicht beginnt.
Es ist 7.52 Uhr. Vor 22 Minuten hat der Dienst begonnen. 24 Stunden mit dem Rettungswagen liegen vor ihnen. Wie sie verlaufen weiß keiner. Nicht einmal die Situation, die sie in den nächsten Minuten erwartet, ist bekannt. Ein schwerer Verkehrsunfall? Oder nur ein Schwächeanfall? Sind Menschenleben in Gefahr, oder ist der Rettungswagen voreilig alarmiert worden? Rolf Balandis stört diese Ungewissheit nicht: "Die Spannung, der Nervenkitzel, die gehören zum Beruf. Und sie sind gut gegen zu niedrigen Blutdruck.
Der ruhige Verkehr auf der Fahrt nach Volksdorf bringt für den routinierten Feuerwehrmann, der vor 15 Jahren seinen Beruf als Maschinenschlosser aufgab und zur Feuerwehr ging, keine Schwierigkeiten. Fünf Minuten nach den Ausrücken ist "Berta 24" in der Waldherrenallee. Passanten winken den Rettungswagen herbei. Auf dem Gehweg liegt ein älterer Mann. Schwächeanfall. Er ist noch ansprechbar und will ins Amalie-Sieveking-Krankenhaus gebracht werden.
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Die erfahrene Besatzung des Rettungswagens erkennt, dass dieses kein akuter Notfall ist und geht das Risiko ein. Denn "Amalie" - wie das Krankenhaus im Jargon heißt - ist kein Krankenhaus mit einer Notaufnahme. Rolf Balandis und sein Kollege müssen damit rechnen, mit ihrem Patienten abgewiesen zu werden. Ohne Blaulicht und Martinshorn geht es in Normalfahrt zum Krankenhaus. Das Risiko hat sich gelohnt: Der Mann wird aufgenommen, die weite Fahrt nach Barmbek ist nicht mehr nötig.
"Unser Einzugsgebiet ist zu groß", klagt Hermann Kleinwort. Lange Anfahrtswege zu den Krankenhäusern können nur durch schnelles Fahren ausgeglichen werden. Dabei dürfen wir nur 60 Stundenkilometer fahren!" Um 8.19 Uhr kann er der Einsatzzentrale Florian Hamburg melden:" Berta 24 an Amalie-Sieveking wieder einsatzbereit!"
Um 9.05 Uhr ein Notfall in Berne für "Berta 24". Wieder fahren die Männer der Ungewissheit entgegen. Vor dem angegebenen Haus wartet bereits ein junger Mann: Er hat seine Mutter bewustlos vor einer Schüssel mit aufgelösten Schlaftabletten gefunden. Mit seinem Privatwagen fährt er ins Barmbeker Krankenhaus hinterher und nimmt die Tablettenlösung mit. Als Hermann Kleinworth das erfährt, flucht er:"Mensch, wir sind doch viel eher da.
Die Feuerwehrleute sind verpflichtet, diese Lösung mitzubringen. Neben dieser Verpflichtung ist es aber auch der perönliche Ehrgeiz:" wenn wir einen Patienten transportieren, bei dem es auf der Kippe steht, sind wir zufrieden, wenn wir ihn durchbringen.
Nach der Aufnahme beginnt für Hermann Kleinworth der Papierkrieg. Inzwischen schaut Rolf Balandis bei Oliver herein. Der kleine Junge hatte sich am Tage vorher bei einem Verkehrsunfall den Ellenbogen gebrochen und war von den beiden Männern nach Barmbek gebracht worden. "Na, du lachst ja schon wieder und der Arm ist auch noch dran", scherzt der Feuerwehrmann. " Der Kleine hatte so furchtbare Schmerzen, dass wir trotz Blaulicht ganz langsam gefahren sind", erzählt Rolf Balandis.
Auch wenn in diesen Beruf vieles Routine ist, die Menschlichkeit hat doch ihren Platz. Und wenn die Männer in den blauen Uniformen auch sagen, sie würden sich selten mit dem Fall identifizieren, so könne sie doch manchmal persönliches Engagement nicht leugnen.
Auf der Rückfahrt zur Wache wird der Rettungswagen über Funk alarmiert. In Hummelsbüttel liegt eine Patientin mit einem nur noch unregelmäßig arbeitenden Herzschrittmacher. Ratlosigkeit über die Fahrtstrecke kommt nicht auf, schnell hat Hermann Kleinworth die Straße im Stadtplan gefunden. Die Patientin ist ein 15jähriges Mädchen. Eile ist geboten, die Fahrt geht in die Kreislaufambulanz des Universitätskrankenhauses Eppendorf.
Der letzte Einsatz an diesem Morgen ist der kleine Robert, der sich beim Sport in der Walddörferschule den Kopf aufgeschlagen hat. Nach vier Einsätzen freuen sich die Männer auf das Mittagessen: Rotkohl mit Schweinebraten. Hugo Grieser, Feuerwehrmann und "Küchenmeister" sorgt für das leibliche Wohl auf der Wache.
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Um 13.20 Uhr sind alle drei Rettungswagen ausgerückt. So schrumpft die Zugstärke auf fünf Mann. Vorgeschrieben sind 12 bis 16. Wernen Schröder, Wachführer und damit Chef der Wache Sasel erläutert die personelle Situation:" Wir fahren fast jede Wachabteilung mit einem unterbesetzten Zug. Wenn die Stärke unter zehn Mann sinkt, melden wir bei Dienstbeginn die Unterbesetzung an die Zentrale. Im Durchschnitt sind wir mit acht bis neun Mann besetzt. Wenn die Stärke sogar unter sechs Mann absinkt, fordere ich Verstärkung von anderen Wachen an. Mit zwei bis drei Mann pro Wachabteilung wäre uns hier schon sehr geholfen",meint Werner Schröder.
Eine unentbehrliche Unterstützung für die Männer der Berufsfeuerwehr sind die freiwilligen Wehren. 15 von ihnen sind im Revier 24 stationiert. Werner Schröder erwartet zu den Einsätzen im allgemeinen neun Männer von den Freiwilligen. "Das ist allerdings von der Tageszeit abhängig", erklärt der gelernte Tischler. In den Abendstunden kann ich natürlich mit mehr Leuten rechnen als am Mittag."
Der Nachmittag verläuft für einen Freitag außergewöhlich ruhig.In den Abendstunden fahren Rolf Balandis und Hermann Kleinworth einen zweiten Patienten mit einer Schlafmittelvergiftung. Auf die Häufigkeit solcher Einsätze angesprochen, wundert sich Rolf Balandis:" Hatten wir denn heute schon mal einen?" So schnell verdrängen die Männer ihre Fahrten,bei denen es oft auf Leben und Tod geht.
"Man muss abschalten können, der Fall darf nur im Moment beschäftigen. Dann engagieren wir uns auch. Danach wird umgeschaltet. Nur ganz schwierige Fälle tragen wir länger mit uns herum!" Die aufkommende Mehrarbeit durch die Unterbesetzung der Züge fordert die Männer zu einem Scherz heraus:" Dann denken wir eben für andere mit!" Die erhöhte Belastung wird hingenommen.
Aus der Charlottenburger Straße in Rahlstedt wird ein Brand in eiener Apotheke gemeldet. Der Fahrer des Einsatzleitwagenens, Karl-Heinz Hinrichs, leistet im dichten Feierabendverkehr zwischen Sasel, Farmsen und Rahlstedt Schwerstarbeit. Er ist nicht der einzige, der sich über die Unachtsamkeit und Dickfelligkeit einiger Autofahrer ärgert:" Von manchen könnte man meinen, die wollen uns nicht hören und sehen!" Em Einsatzort angekommen,stellen die Feuerwehrleute fest: nur alte Möbel auf einem Balkon sind in Brand geraten. Mit der Kübelspritze wird der Schaden behoben.
Vor der Bahnschranke Wandsbek-Ost muss der Wagen halten.Ein Passant klopft an die Scheibe und zeigt auf einen schwer alkoholisierten Jugendlichen der auf einer Bank liegt. Auf eine Alkoholvergiftung deutet nichts hin. Ein Freund des Betrunkenen kennt dessen Adresse. Mit vereinten Kräften wird der fast Bewustlose in den Wagen geladen und nach Hause gebracht."Warumsoll ich erst einen Rettungswagen holen,so ist es doch am einfachsten", meint Werner Schröder.
Die Feuerwehr als Mädchen für alles. Ob Katzen oder Wellensittiche aus Bäumen geholt, Wald- und Moorbrände gelöscht, verletzte Personen aus brennenden Wohnungen oder aus ineinander verkeilten Fahrzeugen befreit werden: die unterbesetzte Feuerwache Sasel ist rund um die Uhr einsatzbereit.
Auch an den kommenden Feiertagen habe diesen Männer Dienst. Vielleicht den "heißesten" des Jahres.
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Soweit der Bericht der seinerzeit im Hamburger Abendblatt stand.
|  | | Fitness und Übungsdienst, auch für heutige Feuerwehrmänner und -frauen unverzichtbar. |  | | |  | Mehr als nur herumbasteln. Die Wartungs und Instandhaltungsarbeiten an der Wache. |
| Was passierte sonst in diesem Jahre an der Wache? |
Das ganze Jahr 1977 stand im Zeichen der Arbeiten zur Inbetriebnahme des neuen Einsatzlenkungssystems. Die Wachtelegrafisten sollten eingespart werden und aus diesem Grunde musste bei der gesamten Hamburger Feuerwehr ein neues rechnergestütztes System zur Einsatzlenkung installiert werden. Das bedeutet, dass viele Handwerker und Techniker im Wachgebäude tätig waren. Es wurden Stemmarbeiten durchgeführt, Leitungen verlegt und schließlich Probeläufe durchgeführt. Probeläufe der Wachalarmtechnik sind eine sehr nervtötende Angelegenheit. Die neu installierten Alarmtableaus blinkten und die Lautsprecher gaben entweder die erwarteten Alarmtöne von sich oder nicht, machmal ertönten auch nervenzerfetzende Tonfolgen aus den Lautsprechern. Schließlich funktionierte die Wachalarmtechnik einwandfrei, jedoch nicht das Zusammenspiel mit dem Einsatzleitrechner. So kam es, dass der Wachtelegrafist weiterhin im Telegrafenzimmer saß.
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 | Die neuen Alarmtableaus |
In der Zeit vom 10.12.1977 bis zum 23.12.1977 wurden die Rolltore eingebaut. Die Fahrzeughalle war eine einzige Baustelle und die Einsatzfahrzeuge standen tagsüber auf dem Hof. Am 29.Dezember waren die Bauarbeiten abgeschlossen |
Parallel zu den geschilderten Arbeiten wurde, weil den Chef die Bauwut packte, in Eigenleistung die noch heute stehende Grillhütte in Angriff genommen. | | | | Das Skelett der Grillhütte | | Die Grillhütte ist fertig | |
| Noch ein wenig Statistik aus dem Jahre 1977. |
Das Revier der Feuerwache Sasel beinhaltet den gesamten Nordosten der Freien und Hansestadt Hamburg. Es gab in diesem Jahr ca. 1200 Straßen im Wachrevier 24, das sind etwa 12% aller Straßen in Hamburg. Die Ausdehnung beträgt ca.11 km in Nord-Süd RichtungX ca. 8 km in Ost-West Richtung, daraus ergeben sich zum Teil recht lange Anfahrtwege. Die Kollegen haben in Erfüllung ihrer Aufgaben 165.039 Kilometer mit den Feuerwehrfahrzeugen zurückgelegt. |
| Einwohner in den Walddörfern u. dem Alstertal | | 1963 | 76.306 | 1968 | 83.242 | 1973 | 87.709 | 1977 | 88.350 |
| Insgesamt lebten rund 200.000 Menschen im Revier der Feuerwache Sasel. |
1552 Personen waren im Jahre 1977 zu Besichtigungen, Ausbildungen oder Ausbildungslehrgängen an der Feuerwache Sasel. |
Die Steigerung der Einsatzzahlen seit der Indienststellung 1963 bis 1977 |
| 1963 | 1970 | 1977 | | Brände | 45 | 287 | 381 | | Technische Hilfeleistungen | 57 | 413 | 688 | | Rettungsdienst | 685 | 4282 | 7385 | | | | | | | Personalbestand | 34 | 57 | 68 |
Nachdem die Handwerker die Wache verlassen hatten, konnte der Malerpinsel geschwungen und tapeziert werden, teilweise wurden neue Möbel und Lampen angeschafft. Die Feuerwache wurde wieder in einen bewohnbaren Zustand gebracht.
In diesem Jahr erhielt die Feuerwache Sasel ihren erste Automatik-Rettungswagen. Leider ereilte auch dieses Fahrzeug das gleiche Schicksal, welches schon so viele neue Fahrzeuge der Feuerwache Sasel traf.........
.......ein Unfall legte das neue Fahrzeug still.
Zu allem Unglück gab es nach der Reparatur noch lange Zeit Probleme mit der schlecht schließenden Heckklappe. |
Im Jahre 1978 wurde erstmals mehr als 9000 Einsätze gefahren. 9218 Einsätze sind abgearbeitet worden. |
Brände 352 Hilfeleistungen aller Art 798 Rettungsdiensteinsätze 8068 |
Der milde März diesen Jahres begünstigte die Entstehung einer wahren Wespenplage. Die Einsätze zur Westpenbekämpfung erreichten im August nie dagewesene Höhen. Trotz aller Vorsicht wurden mehere Kollegen gestochen. Einige mussten sich in ärztliche Behandlung begeben
Aufgrund des verregneten Sommers, tauchte im Jahre 1978 manches Problem mit der Gartenpflege auf, berichtet der Chronist der damaligen Zeit. Trotzdem wurde der Vorgarten neu gestaltet, da die alten Sträucher und Hecken keinen schönen Anblick mehr boten.
Zum Jahresabschluss kam es noch einmal "ganz dicke". Es wurde von einer Schneekatastrophe gesprochen.
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| Einige Ereignisse des Jahres |
Der damalige Innensenator Staak besucht das Alster-Einkaufszentrum und die hier im April stattfindende Feuerwehrausstellung. Es wurden Einsatzgeräte gezeigt und auf Schautafeln wurden den Hamburger Bürgern viele Tipps gegeben wie Brände verhindert oder im Falle eines Falles der Schaden möglichst gering gehalten werden kann. Insbesondere erfuhren Interessierte wissenswertes über Sofortmaßnahmen am Unfallort. An den Wochenenden fanden Fahrzeugschauen statt.
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Am 12. April zeigten die Kollegen der Feuerwache Sasel, dass sie auch als Cowboys ihren Mann stehen konnten. |
In der Nähe des Klärwerkes am Waldweg hatte sich eine Kuh verirrt und war in ein Sumpfloch geraten. |  |
| Mit einer zum Lasso umfunktionierten Fangleine und, vermutlich einer gehörigen Portion Schreierei (der Kollegen) gelang es der Kuh sich selber zu befreien. Sie wurde anschliessend auf festen Boden geführt. |
Himmelfahrt (Vatertag) | 
Natürlich begann gleich der Dienst ganz normal (Er endete auch normal) |
| Es brannte am 8.Juli im Kindertagesheim Glashütter Landster. |
 | | Darüber freut sich jeder Feuerwehrmann |
| Was genau am 27. Juli passierte ist nicht genau überliefert |
| Ein Verkehrsunfall hatte sich am 28. Juli auf der Lemsahler Dorfstr. ereignet. |
| Das Verkehrshindernis war schnell beseitigt. |
Anschliessend konnten die Kollegen den warmen Sommertag ganz entspannt geniessen. |

Die Kollegen der III. Wachabteilung 1978 |
| Es wurde Spätsommer und sie kamen |
"Als wir eintrafen, war es schon zu spät. Das Reetdach brannte bereits in ganzer Ausdehnung", sagte resigniert ein Feuerwehrmann. |
 | Am 11.August brannte das etwa 150 Jahre alte Fachwerkhaus, die Försterei im Wohldorfer Wald bei Renovierungsarbeiten ab. | | Ein Handwerker hatte mit Lötarbeiten begonnen und dabei vermutlich das Feuer entfacht. Er rief selber die Feuerwehr, doch die Flammen breiteten sich zu schnell aus. Der Mann wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gefahren. |  |
| Die Reste des Forsthauses |
Bis zum Freitag den 8. Dezember 1978 stand dieses Fachwerkhaus neben den Hochhäuser ("wie eine Trutzburg", so schrieb die Zeitung). Die alte Schmiede am Hummelsbütteler Weg brannte an diesem Tag bis auf die Grundmauern ab. Wie die Polizei ermittelte haben Kinder in dem leerstehenden Gebäude mit Streichhölzern gespielt. Zum Glück kam niemand zu Schaden. |
 | Eisige Temperaturen und fein vernebeltes Wasser. Diese Mischung erzeugt sehr schöne Verzierungen auf den Schutzanzügen. Es wurde aufgrund der Größe der Einsatzstelle ein 2.Alarm ausgelöst. Insgesamt haben die Kollegen 4-B und 4-C Rohre vorgenommen. |
So richtig ernst war dieser Einsatz am 4. November wohl nicht. Ein Verkehrshindernis auf der Kreuzung Volksdorfer Weg / Am Pfeilshof. |
Etwas zum Schmunzeln geschah am 19. November |  |
Ohne Schneeketten ging gar nichts | |
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Der Beginn des Jahres 1979 war extrem kalt und es lag Schnee in einer bisher kaum gekannten Menge. Der Rüstwagen war mit dem vorgesetzten Schneepflug ständig im Einsatz. Zeitweilig war es erforderlich, dass der Rüstwagen dem Löschzug oder einem Rettungswagen das Erreichen der Einsatzstelle ermöglichte.
Wer geglaubt hatte, es käme nicht noch mehr Schnee, wurde im Februar eines Besseren belehrt. Ein weiterer Kälteeinbruch mit enormen Schneemengen sorgte am 15. Februar dafür, dass etliche Kollegen die Dienststelle überhaupt nicht oder nur mit stundenlanger Verspätung erreichten. Diejenigen Kollegen die eigentlich Feierabend hatten, mussten, da die Einsatzbereitschaft der Feuerwache ja aufrecht erhalten werden musste, bis weit in den Tag hinein im Dienst bleiben. Gegen 10.00 Uhr wurden der Wache Sasel acht junge Kollegen der Landesfeuerwehrschule zugeordnet. Alle Fahrzeuge wurden wieder mit Schneeketten ausgerüstet und der Rüstwagen wurde wieder der Wegbereiter bei so manchem Einsatz. |
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Tankwagen in Baustelle gerutscht. Diese Einsatzmeldung von 11. Januar war nur einer von vielen wetterbedingten Einsätzen in diesen Tagen. |
 | Bei diesem Einsatz zeigte sich wieder einmal wie vielseitig sich der Rüstwagen einsetzen ließ. Die Winde ermöglichte ein Stehen auf sicherem Untergrund und konnte so, da es sich ja um eine rollende Last handelte, Fahrzeuge bergen die ein vielfaches des Eigengewichtes des Rüstwagens hatten. Omnibusse, die ihre Haltestellen wegen des Schnees nicht verlassen konnten oder sich festgefahren hatten, und nun ganze Straßenzüge blockierten, Lastwagen, die die leichtesten Steigungen nicht mehr bewältigen konnten, die Rüstwagen der Hamburger Feuerwehr waren oft Retter in der Not. Die ureigenste Aufgabe der Feuerwehr.
Damals hörten wir oft die Worte: "Unsere Feuerwehr", und darauf waren wir stolz.
Heute müssen wir manchmal unter Polizeischutz unsere Arbeit tun.
Darüber sind wir entsetzt. |
Dann kam das Tauwetter.
Durch steigende Temperaturen stieg in der Nacht vom 4. auf den 5. März der Wasserstand der Oberalster. Es gab im Gebiet von Duvenstedt große Überschwemmungen. |
 | Was hier wie eine romantische Bootsfahrt aussieht, ist in Wirklichkeit die Rettung von Menschen aus einer gefährlichen Notlage. |
Das Ehepaar Kristen (lt. Zeitungsartikel) wurden vom Hochwasser in ihrem Schreberhaus überrascht. Das Wasser stieg in den Wohnräumen über 40 cm. Im Sommer für junge Leute sicher kein Problem. Aber es war Anfang März und das Ehepaar war über 70 Jahre alt und gehbehindert. Also durchaus eine lebensgefährliche Situation für die beiden Herrschaften. Bei der Rettung am 5. März war der Erfindungsreichtum der Kollegen gefordert. Das Schlauchboot erwies sich als nicht geeignet, denn es mussten "Unterwasserhindernisse" wie Stacheldrahtzäune und enge Pforten passiert werden. Ein Kanu, wo auch immer es herstammte war die Rettung. Die beiden alten Leute, die die Nacht auf dem Küchentisch sitzend verbracht hatten, konnten damit in Sicherheit gebracht werden. |
 | Frau Kristen ist in Sicherheit |
Der März bescherte den Kollegen unter anderem vier Feuer und die Rettung einer Eule. |
Zum Frühlingsbeginn wurde es unruhig in der Nachbarschaft der Wache. Umfangreiche Straßen- und Sielbauarbeiten erschwerten es enorm die Wache zu erreichen und natürlich auch zu verlassen. Inbesondere bei Alarmfahrten. |
| Ein paar Ansichten von der Umgebung der Feuerwache Sasel 1979 |
Die Wache selber war von den Bauarbeiten nicht betroffen, wenn man davon absieht, dass ein Teil der Rasenfläche als Baustofflager Verwendung fand und aus diesem Grunde nicht gemäht werden musste. Diese Tatsache wurde aber von den Kollegen nicht als störend empfunden. |
Am 25. März (warum das Datum erwähnt wurde, ist nicht bekannt) begannen für alle Wachabteilungen umfangreiche Gartenarbeiten.
Trotz aller Unkenrufe der "Gartenfachleute", sprich Maurern, Zimmerleuten und ähnlichen Fachleuten, zeigte sich später, dass keine Büsche eingegangen waren, sondern alles frisch und grün austrieb und blühte.
( Zitat aus der Originalchronik)
Nach den Abschuss dieser Arbeiten wurde der Platz geschaffen, an dem das Gebäude erstellt wurde, in dem das neue Notstronaggregat untergebracht werden sollte.
Zunächst bekam die Wache aber eine Tankstelle. |
 | Der Tank für die Tankstelle wird geliefert. | | Die neue Tankstelle |  |
 | Ein Foto der Feuerwache Sasel von oben. Am rechten Bildrand ist die neue Tankstelle zu erkennen und in der Bildmitte das sechseckige Dach der Grillhütte.
Dazwischen wird das Gebäude für das Notstromaggregat entstehen. |
Nun wird die Wache auch bei Stromausfall nicht im Dunkeln stehen. Das neue Gebäude mit dem Notstromaggregat.
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Bei dem diesjährigen Pesionärstreffen, am 11. Mai, wurden natürlich, wie immer, allerhand Erlebnisse von damals (Weißt du noch? Wir damals! Mensch, waren wir tolle Kerle! Was sind die heute dagegen? ) ausgetauscht. Immerhin war der älteste Kollege 93 Jahre alt. Ein Ereigniss wurde von der Presse aufgegriffen und hatte sogar den Brief eines Bürgers zur Folge. Das Bier auf Beschaffungsschein. |
Aufgrund dieses Zeitungartikels erreichte die Wache folgender Brief |
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An die Feuerwache Sasel Hbg d. 23. Mai 79
Betreffs: Bier ohne Beschaffungsschein im Hbg - Abendblatt - Alstertal - Nachrichten
Als Sohn des Feuerwehrmannes Heinrich Wulff (1905 - 1941) (Fahrer der Branddirektoren von 1909 - 1941) ist mir die Biergeschichte anders bekannt. Branddirektor Westphalen ist 1915 als Major gefallen. Branddirektor Dr Sander ist derjenige, der das Bier anschliessend bezahlen musste aus Anlass seines 25 jährigen Jubiläums und ausserdem noch für je Wache eine Kiste Würstchen, die bei Schrader bestellt waren. Trotzdem er sehr beliebt war, muß er einige Neider oder Feinde gehabt haben. Am Tage des 50 jährigen Bestehens der Hamburger Feuerwehr war eine griße Parade auf dem Rathaus- markt. Kurz nach dem Beginn um 12.00 Mittags kam ein Alarmruf aus Volksdorf. Dort waren 10 oder 12 Mann einer Tiefbaufirma bei einer Strassen- aufgrabung verschüttet. Dr Sander musste sofort dorthin. Bei Ankunft stellte sich heraus, dass es eine Fehlmeldung war. Es wurde wohl nie aufgeklärt, wer der Besteller war.
Viele Grüße
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 | Am 11.September wurden 32 neue Polsterstühle und 8 Tische geliefert |
| Im Oktober bekam die Wache zwei Vitrinenschränke. |  |
Durch diese Einrichtung, wurde der Tagesraum ansprechender und wohnlicher gestaltet, so der damalige Chronist. Ausserdem wurden in den übrigen Räumen Malerarbeiten durchgeführt und sämtliche Türen wurden neu lackiert. |
In diesem Jahre wurden auf Initiative des Wachführers Heinz Carstens, in unregelmäßigen Abständen mit den Wachabteilungsführern und deren Vertretern Besprechungen abgehalten.
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 | "Auf diesen Besprechungen wurden Themen, welche die Wache betrafen und Programme die die einzelnen Wachabteilungen berührten erörtert und untereinander abgestimmt. Dadurch gelang es, zu Themen bei denen es zu verschiedenen Auffassungen kommen konnte, von vornherein Übereinstimmung zu erzielen. " |
In diesem Jahre hatten die Kollegen 9627 Einsätze zu bearbeiten. Die Einsatzzahlen waren gegenüber dem Vorjahr wiederum weiter gestiegen. Eine Aufteilung der Einsatzarten ist nicht bekannt. |
Was geschah in diesem Jahr im Revier der Feuerwache Sasel? |
Am 3.April gab es in Hamburg eine ganze Reihe von Kaufhausbrandstiftungen. Das Alstereinkaufszentrum, welches im Revier der Wache Sasel liegt blieb hiervon nicht verschont. Acht mal mussten die Kollegen an diesem Tag ausrücken, zu Einsätzen die glücklicherweise immer glimpflich ausgingen weil viele Menschen in den Kaufhäusern wachsam waren. |
Ein wirklich ungewöhnlicher Einsatz erwartete die Kollegen am 1. Juni |
Spaßvögel kann man die Menschen nicht nennen, die auf diesen lebensgefährlichen Unsinn wahrscheinlich auch noch stolz waren.
Sie hatten in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni eine Gartenbank auf den obersten Ausleger eines über 40 m hohen Hochspannungsmastes an der Straße "An der Berner Au" gebracht. Die Feuerwehr forderte die Unterstützung der Hamburgischen Elektrizitätswerke an. Nach der Freischaltung stiegen die Monteure auf den Mast. |
 | Die Monteure der Hamburgischen Elektriziätswerke bewiesen Humor... | ...bevor sie mit der Bergung begannen... |  |  | ...und die Bank schließlich abseilten. |
Ein zweiter Alarm (zwei Löschzüge waren im Einsatz) wurde ausgelöst, als das Clubhaus des VfL Wellingsbüttel, in der Straße Am Pfeilshof, brannte |
| Hier einige Eindrücke von diesem Einsatz. |
| Der erste Eindruck bei Eintreffen des Löschzuges. | | Während der Löscharbeiten |  |
 | | | Die traurigen Reste des total zerstörten Clubhauses |
Einen sehr tragischen und belastenden Einsatz haben die Kollegen am 3. Dezember gehabt.
Um 14.30 Uhr stießen auf der Meiendorfer Straße ein Lastwagen und ein Mini Cooper zusammen. Dabei starben die 20-jährige Fahrerin und ihr Hund, der sich ebenfalls im Mini befand. | | |
Einem Zeitungsbericht, der sich auf Polizeiangaben stützt, zufolge war der 6 Wochen alte Hund im Fahrzeug "herumgekrabbelt" und kam dabei unter die Pedale des kleinen Fahrzeuges. Infolge dessen verlor die Fahrerin die Gewalt über das Fahrzeug und geriet auf die Gegenspur wo sich der LKW näherte. |
Das Jahr 1980 brachte nicht die Schneemassen des vergangenen Jahres. Deshalb gab es kaum Einsätze die den Schneepflug vor dem Rüstwagen erforderlich machten. Ansonsten war in diesem Jahr der wirtschäftliche Rückgang auch an der Feuerwache Sasel spürbar. Alle baulichen Erneuerungen waren nur in geringem Umfang möglich und Reparaturen blieben auf das Nötigste beschränkt.
Im Januar sorgte ein Bericht in der örtlichen Presse dafür, dass die Mannschaft der Feuerwache Sasel unter besseren Bedingungen etwas für ihre Fitness tun konnte.
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| Nach diesem Pressebericht bekamen die Kollegen die Möglichkeit in der Turnhalle der Schule Alsterredder zu trainieren. Leider ließ das Einsatzgeschehen es nicht immer zu, die Möglichkeit der Halle zu nutzen. |
| Im Februar schufen die Anwohner des Berner Weges eine gefährliche Situation. |
Mit dicken Feldsteinen und stählernen Baustellenabsperrungen verbarrikadierten die Anwohner des Berner Weges abend ihre Straße. Sie wollten damit offenbar verhindern, dass Autofahrer ihre wegen der Bauarbeiten gesperrte Straße trotz Verbotsschilden durchfahren. der Berner Weg ist seit fast einem Jahr wegen Sielbauarbeiten gesperrt, aber durchgehend einspurig für die Anwohner befahrbar. Das unbeleuchtete Bauwerk hätte in der Dunkelheit leicht zu einer gefährlichen Falle werden können. Auch die nahe gelegene Feuerwache Sasel benutz diesen Weg bei ihren Einsätzen nach Berne und Rahlstedt. Unter Aufsicht der Polizei mussten die Anwohner das Hindernis wieder abbauen. |
 | Am 3.April wurde ein neues LF16 in Dienst gestellt. Mercedes Benz Typ 14/19 Automatik.
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Damit besaß die Feuerwache Sasel ihr erstes Löschfahrzeug mit Automatikgetriebe. Zuerst gab es ganz erhebliche Schwierigkeiten mit der Bremsanlage des Fahrzeuges. Es kam immer wieder zu Bremsaussetzern und in Folge dessen zu einigen Beinaheunfällen. Glücklicherweise blieb diesen Fahrzeug jedoch das Schicksal vieler neuer Fahrzeuge der Wache Sasel erspart, es blieb bei Beinaheunfällen. Erst nach dem Austausch der gesamten Bremsanlage war dieser Mangel beseitigt. Die genaue Ursache wurde aber nie festgestellt. |
Ein Highlight in diesem Jahr war wohl die Reise nach Sao Paolo in Brasilien. Eine Gruppe von 41 Hamburger Feuerwehrleuten z. Teil mit den Ehefrauen zu der auch einige Sasler gehörten hatten sich einer Studienreise der Feuerwehr Nordrhein - Westphalen angeschlossen. |
Der Gegenbesuch Im Juni besuchte eine Gruppe von 10 brasilianischen Feuerwehroffizieren aus Rio de Janeiro die Feuerwehr Hamburg. Sie erwiderten den Besuch in Sao Paulo und kamen nach Sasel. Hier wurden sie von den Kollegen der III. Wachabteilung bewirtet. |
| Es soll keine Verständigungsprobleme gegeben haben... | | ...obwohl keiner die Sprache des anderen sprach. | |
| | Das Dankeschön der Kollegen aus Brasilien. |
| Das traditionelle Pensionärstreffen fand am 2. Mai statt. |
Paul Weiß, mit seinen 92 Jahren, hatte natürlich viel zu erzählen. |  |  | Der ehemalige Oberbranddirektor Hans Brunswig (- 1968 Leiter der Hamburger Feuerwehr) in angeregter Unterhaltung. | Eigentlich ist jeder "alte" Hamburger Feuerwehrmann ein großes Archiv. Er ist reich an Erlebnissen die gerne noch ein wenig ausgeschmückt werden.
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 | In Eigenarbeit wurden neue Lampen über den Toren der Fahrzeughalle montiert. Damit erhöhte sich die Sicherheit beim rückwärts Einfahren in die Remise. |
Das erste größere Feuer dieses Jahres war ein Dachstuhlbrand in der Schünenkoppel am 15. Januar |
 | Das gesamte Dachgeschoss eines Einfamilienhauses wurde zerstört. Die Kollegen der Feuerwache Sasel wurden, während des drei Stunden dauernden Einsatzes, unterstützt von der FF Wohldorf. |
| Einsatz über die Drehleiter |
Hier ist wohl kein Kommentar erforderlich. |  |
| Auch so etwas passiert leider |
"Ein ganz "normales" Feuer, ohne Gefährdung von Menschen", das waren die Aussagen von Passanten. Eine Erkundung der Einsatzstelle durch Feuerwehrkräfte, soweit es zu diesem Zeitpunkt möglich war, ergab das gleiche Ergebnis. Jedoch sollte es ganz ander kommen, an diesem 6. Februar, morgens gegen 2.30 Uhr.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte, in der Jägerkoppel, schlagen bereits Flammen aus allen Fenstern. Es werden zunächst zwei C-Rohre vorgenommen, dann dringen die Kollegen in das Haus ein und finden im Wohnzimmer eine verkohlte Leiche. Es handelte sich um den Bewohner des Hauses. Der herbeigerufene Besitzer des Hauses, es war ein Feuerwehrkollege von einer anderen Wache identifiziert den Toten. Es war sein Sohn, dem er das Haus überlassen hatte. Es ist wohl das Schlimmste was einem Feuerwehrmann passieren kann, einen Angehörigen unter diesen Umständen zu sehen. |
Wer 24 Tonnen feuchten Lehm geladen hat, sollte nicht so forsch um die Kurve fahren. |
Diese Erfahrung musste der Fahrer dieses Lkw am 5. März machen. Dieser Lkw stürzte auf der Kreuzung Fasanenweg / Kriegkamp um. |
 | Der Fahrer hatte Glück, er konnte sein Führerhaus durch die Öffnung der Frontscheibe, die herausgefallen war, unverletzt verlassen. |
 | Mit dem Rüstwagen der Feuerwache Sasel und dem Rüstkranwagen, der von der Feuerwache Berliner Tor dazu gekommen war, haben die Kollegen den Lastwagen wieder aufgerichtet. Der Lehm jedoch musste zu einem großen Teil von Hand mit Schaufeln beseitigt werden. |
Das Jahr an einer Feuerwache ist ein Abbild der großen Welt:
Kollegen werden an die Feuerwache Sasel versetzt, andere werden an andere Wachen umgesetzt. Manch einer heiratet und wird von den Kollegen mit den besten Wünschen in den Hafen der Ehe geführt.
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Kollegen werden in den Ruhestand geleitet. |  | | Der Grandseigneur der Hamburger Berufsfeuerwehr, der damalige, stellvertretende Amtsleiter Branddirektor Puchner überrreicht Hauptbrandmeister Erich Fischer die Entlassungsurkunde. | | |
Viele sportliche Begegnungen | | |
Die vielen Einsätze, sie sind nicht spektakulär, nicht dramatisch für die Feuerwehrleute.
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Für die Betroffenen jedoch sind diese Ereignisse immer schlimm, mancher kommt in eine zunächst ausweglos erscheinende Lage, viele sind verzweifelt. Diese Menschen brauchen oft jemanden, der ein wenig Trost und Halt gibt, auch hier ist es oft ein Feuerwehrmann oder -frau der in den ersten Minuten da ist und nur durch die Nähe, durch das "Dasein" ein wenig helfen kann. |
Tja, und dann war wieder Weihnachten.
In diesem Jahr war der damalige Innensenator Pawelszcyk an der Feuerwache Sasel. |  | | Es ist nicht mehr bekannt, was dieses Paket enthielt. |
| Die Kaffeetafel gibt es auch heute noch zu allen möglichen Gelegenheiten | Der Innensenator lässt sich vom Wachführer einen Rettungswagen erkären | |
| Ist da etwa Skepsis im Blick? |
Die Sylvesternacht verlief sehr ruhig, uns somit ging das Jahr 1980 ganz beschaulich zu Ende. |
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